Der Vortrag „Es war manchmal zum Ver-rücktwerden“ thematisiert das Krankheitsbild Demenz aus einer persönlichen, alltagsnahen Perspektive. Grundlage sind die Erfahrungen von Bärbel Nagel mit ihrem an Demenz erkrankten Vater. In einer alternden Gesellschaft gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung, sodass die Veranstaltung insbesondere Menschen anspricht, die im privaten, beruflichen oder ehrenamtlichen Umfeld mit demenziell veränderten Personen in Kontakt stehen.
Im Fokus stehen weniger medizinische Fakten, sondern vor allem die Frage, wie Menschen mit Demenz ein würdevoller Platz in Familie und Gesellschaft ermöglicht werden kann. Die Veranstaltung vermittelt ein besseres Verständnis für Verhaltensweisen und emotionale Veränderungen, die das Zusammenleben häufig belasten und insbesondere Partnerschaften sowie Eltern-Kind-Beziehungen herausfordern.
Der Abend bietet ausreichend Zeit für Austausch, Fragen und Diskussionen. Ein ergänzender Hinweis auf Unterstützungs- und Betreuungsangebote in Bönen und im Kreis Unna ist vorgesehen.
Bärbel Nagel aus Bönen ist evangelische Theologin und Pfarrerin im Ruhestand. Persönlich hat sie die Pflege ihres demenzkranken Vaters erlebt und diese Erfahrungen in Vorträgen und Lesungen geteilt. Sie ist Autorin des Buches Andacht im Altenheim: Blickfelder, Beispiele, Gottesdienste und arbeitet heute als freie Mitarbeiterin für den Westfälischer Anzeiger.
Eine Kooperation des Kulturbüros und Gleichstellungsbüros der Gemeinde Bönen mit der VHS Kamen-Bönen.
Der Eintritt ist frei – Anmeldungen bitte ab Juli 2026 unter www.vhs-kamen-boenen.de oder im Kulturbüro Bönen unter 02383-933-253 und stephanie.bley@boenen.de